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24.07.2020

Gedanken zum Sonntag

Außergewöhnliche Zeiten verlangen außergewöhnliche Methoden. Pfarrer Josef Blomenhofer schreibt jede Woche in Briefform seine Gedanken auf. Die Briefe können ausgedruckt und an Nachbarn und Freude weitergeben werden.

Wer den Brief per Mail zugeschickt bekommen möchte, soll sich bitte im Pfarrbüro melden.

Diese Woche steht das Gleichnis vom Schatz im Acker im Mittelpunkt seiner Überlegungen.

 

aus: Pfarrbriefservice

17. Sonntag im Jahreskreis - Der Schatz im Acker

Der Brief von Dompfarrer Josef Blomenhofer zum 17. Sonntag im Jahreskreis

 

16.  Sonntag im Jahreskreis - Fest der heiligen Margareta

Der Brief von Dompfarrer Josef Blomenhofer zum16. Sonntag im Jahreskreis

 

15. Sonntag im Jahreskreis - Fest des heiligen Benedikt

Der Brief von Dompfarrer Josef Blomenhofer zum 15. Sonntag im Jahreskreis

 

14. Sonntag im Jahreskreis - Fest des heiligen Willibald

Der Brief von Dompfarrer Josef Blomenhofer zum 14. Sonntag im Jahreskreis

 

13. Sonntag im Jahreskreis - Geburtsfest von Johannes, dem Täufer

Brief von Dompfarrer Josef Blomenhofer zum 13. Sonntag im Jahreskreis

 

12. Sonntag im Jahreskreis - Herz-Jesu-Fest

Brief von Dompfarrer Josef Blomenhofer zum 12. Sonntag im Jahreskreis

 

11. Sonntag im Jahreskreis

Brief von Dompfarrer Josef Blomenhofer zum 11. Sonntag im Jahreskreis

 

Dreifaltigkeitsfest

Brief von Dompfarrer Josef Blomenhofer zum Dreifaltigkeitsfest

 

Pfingstfest

Brief von Dompfarrer Josef Blomenhofer zum Pfingstfest

 

Siebter Sonntag der Osterzeit

Brief von Dompfarrer Blomenhofer zum siebten Sonntag der Osterzeit

 

Sechster Sonntag der Osterzeit

Brief von Dompfarrer Blomenhofer zum sechsten Sonntag der Osterzeit

Gedanken zum Bittgebet

 

Fünfter Sonntag der Osterzeit

Brief von Dompfarrer Blomenhofer zum fünften Sonntag der Osterzeit

 

Vierter Sonntag der Osterzeit

Brief von Dompfarrer Josef Blomenhofer zum vierten Sonntag der Osterzeit

 

Dritter Sonntag der Osterzeit

Brief von Dompfarrer Josef Blomenhofer zum dritten Sonntag der Osterzeit

 

Weißer Sonntag

Brief von Dompfarrer Josef Blomenhofer zum Weißen Sonntag
 

Gründonnerstag - Karfreitag - Karsamstag - Ostern: Mit Jesus den Weg ins Leben gehen

Brief von Dompfarrer Josef Blomenhofer zum Osterfest

 

Palmsonntag: Jesus zieht in Jerusalem ein und wird als König begrüßt

Brief von Dompfarrer Josef Blomenhofer zum Palmsonntag

 

Der fünfte Fastensonntag

Kleine Feste der Auferstehung - Gedanken von Kaplan Johannes Arweck

Nur wenige unter uns dürften jemals schon erlebt haben, was in diesen Tagen geschieht. Fast alle Länder der Welt kämpfen gegen ein neuartiges Virus, das sich so rasant wie noch nie ausbreitet. Das öffentliche Leben steht weitgehend still, selbst Gottesdienste dürfen nicht mehr stattfinden. Umso mehr kommen Menschen ins Nachdenken und hinterfragen auch ihre Gottesbeziehung.
Einfach wäre es, den tödlichen Virus schnell in die Reihe der biblischen Plagen einzureihen – als Strafe Gottes für die Vergehen der Menschheit. Diese Theorie wird regelmäßig auch bei Naturkatastrophen vorgebracht. Doch theologisch geht diese Idee nicht auf. Gott sei Dank! Wenn wir jetzt in der Fastenzeit den Kreuzweg Jesu betrachten und die Passionserzählungen im Evangelium lesen, wird deutlich: Gott lässt sich auf die Leiden der Menschheit ein. Er geht alle Wege mit, auch die schmerzhaften und traurigen. Denn deshalb ist Gott selber Mensch geworden: um unser Leben zu teilen.
Diese Erkenntnis kann uns Mut machen! Gleichzeitig sehen Christen darin auch einen Auftrag. Der Apostel Paulus gibt dazu eine praktische Anweisung: Wir sollen einander trösten und uns gegenseitig aufbauen (vgl. 1 Thess 5,11). Konkrete Beispiele dafür erleben wir momentan viele. Die Nachbarschaftshilfen, die beim Einkaufen unterstützen, die gewachsene Wertschätzung für ansonsten selbstverständlich gewordene Dienstleistungen, das bewusste Erkundigen nach der Gesundheit anderer… Jede und jeder von uns kann etwas beitragen. Wie wäre es mit einem Anruf bei Bekannten, die wir schon lange nicht mehr getroffen haben? Oder einem handgeschriebenen Brief an Menschen, die wir momentan nicht besuchen können? Vielleicht sind auch gerade diese Wochen ein guter Zeitpunkt, alte Feindschaften beizulegen und Versöhnung anzubieten.
Solche kleinen und großen Gesten des Zusammenhalts können zu kleinen Lichtblicken auf dem Weg bis Ostern werden – zu kleinen Festen der Auferstehung in unserem durch Corona eingeschränkten Alltag.


Johannes Arweck, Kaplan Pastoraler Raum Eichstätt

 

Brief von Dompfarrer Josef Blomenhofer an Senioren zum 5. Fastensonntag

Brief von Dompfarrer Josef Blomenhofer zum 5. Fastensonntag

 

Der vierte Fastensonntag

Das Evangelium vom 4. Fastensonntag handelt von der Heilung des Blindgeborenen (Joh 9,1-41). Jesus heilt den Blinden, indem er ihm einen Teig aus Erde und Speichel auf die Augen legte und ihn zum Waschen in den Teich Schiloach (übersetzt: der Gesandte) schickt. Der Blinde muss sich auf Ungewöhnliches einlassen, seinen Weg zum Teich Schiloach zurücklegen und sich waschen. So findet er zum Sehen.

Konkret denke ich:

Auch wir müssen uns z.Z. auf Ungewöhnliches einlassen, werden noch einige Tage und Wochen unseren Weg  (blind und tappend) zu gehen haben und hoffentlich dann zum Schiloach, zum Gesandten Gottes, finden und zu Sehenden werden, d.h.: Wir werden einsehen, welchen Sinn, welche Bedeutung diese Krise für mein Leben und für das Leben unserer Gesellschaft und der ganzen Menschheit hat. - Und hoffentlich dann auch die Folgen sehen und für das zukünftige Leben beachten. Dabei werden wir, wenn wir es wollen, ein Stück näher zu Jesus, den Gesandten Gottes finden und ihn tiefer erkennen.

Eins können wir dabei jetzt schon ausklammern. Der Coronavirus ist keine Geisel oder Strafe Gottes wie manche meinen und behaupten. Auch dieses Thema kommt im Evangelium vor: Die Jünger fragen Jesus: Rabbi, wer hat gesündigt, die Eltern oder er selbst, dass er mit Blindheit "bestraft" worden ist. Jesus antwortet hier klar und ohne Umschweife: Weder er noch seine Eltern!  Das Wirken Gottes soll offenbart werden, die Werke Gottes sollen sichtbar werden: Das größte Werk Gottes ist das Leben, das er uns Menschen geschenkt hat. Das Leben ist sein Werk! - Nicht das Werk des Menschen! Achtung vor dem Leben ist angesagt. Es darf nicht den Händen der Menschen ausgeliefert werden, weder am Anfang noch am Ende.

Einen gesegneten 4. Fastensonntag und eine gute neue Woche wünscht Ihnen Ihr
(Dom-)Pfarrer

Evangelium vom 4. Fastensonntag