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10.03.2018

Bleib bei mir, Gott: Jakob - Kinderbibeltag am 3. März 2018

Beim Kinderbibeltag am 3. März waren viele Kinder der ersten bis sechsten Klassen begeistert dabei, Jakob und seine Familiengeschichte zu erforschen. Die Jungen und Mädchen aus dem Pastoralen Raum St. Willibald und St. Walburga zeigten gemeinsam mit den Frauen und Männern des Vorbereitungsteams wie Zusammenarbeit in der Stadtkirche gelingen kann.

Kinder hören die Geschichte von Isaak und Rebekka Foto: Lukas Danner

Legeerzählung beim Kinderbibeltag Foto: Lukas Danner

Jakob träumt von der Himmelsleiter Foto: Lukas Danner

Jakob und Esau: Streit und Versöhnung Foto: Lukas Danner

Streit unter Geschwistern? Das kennt jeder. Mamas Liebling? Kennt man auch. Typen, die keinerlei Hemmungen haben, sich Vorteile zu erschleichen? Die gibt es nicht nur heute, schon vor über dreitausend Jahren waren sie auch im Heiligen Land zu finden. Die Bibel erzählt von so einem, der seinem Bruder für einen Teller Linsensuppe das Erbe abzockte und sich beim Vater in falschen Klamotten einen Segen erschlich. Was es mit Jakob auf sich hatte und warum gerade die Geschichte dieses scheinbar so skrupellosen Kerls lehrreich für unseren Alltag sein kann, das erfuhren fast 90 Kinder beim Kinderbibeltag im Dom. Nach einer gemeinsamen Einführung, um die Familie von Isaak und Rebekka kennenzulernen, staunten in den einzelnen Gruppen Buben wie Mädchen über das Leben vor langer Zeit. Zwei Frauen, zwei Mägde, zwölf Söhne und eine Tochter, dazu Betrug, Kampf, Angst, Flucht – ein wahrer Krimi war das, den es sich da anzuschauen galt. Und zu überlegen, wo man selbst stünde. Wenn man weiß, dass man etwas besser kann als der andere, ihm aber trotzdem das Feld überlassen soll? Wenn man ganz fies ausgetrickst wird? Unterliegt, obwohl das Recht auf seiner Seite wäre? Wenn man vor Wut aus der Haut fahren möchte? Und dem kleinen Bruder dann doch verzeihen kann? Was in Rollenspiel und Diskussion, über Gebetssprüche und Plakate erarbeitet wurde, floss dann in allerlei Basteleien ein. Da wurden Stammbäume skizziert, Schlüsselanhänger mit Friedenstauben bestückt, Kissenbezüge mit einer fröhlichen und einer traurigen Seite gestaltet, Foto- und Traumleitern gebastelt, Versöhnungsbriefe geschrieben oder Kisten gestaltet, in denen Tipps zur Anbahnung einer Versöhnung bewahrt werden. Für alle Fälle, sozusagen. Zum Abschluss im Dom überraschte Diakon Peter Nothaft mit einer Neuerung: Die Sechstklässler, die dem Kinderbibeltag nach vielen Jahren nun buchstäblich entwachsen sind, wurden mit persönlichen Urkunden feierlich verabschiedet.