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09.09.2019

Die Dompfarrei unterwegs in Südtirol

Verschiedene Orte in Südtirol mit deren Gotteshäusern, die in besonderer Weise mit der Eichstätter Diözesanheiligen Walburga in Verbindung stehen, waren das Ziel einer fünftägigen Fahrt, an der 45 Teilnehmer aus der Dompfarrei und weiteren Orten der Diözese teilnahmen. „Orte der heiligen Walburga – und mehr“ hieß das Motto der Reise, die von Monsignore Heinrich Weiß vorbereitet wurde. Seit vielen Jahren verbringt Msgr. Weiß seinen Urlaub in Südtirol und ist daher ein Kenner dieser schönen Landschaft. Auch Domkaplan Johannes Arweck begleitete die Fahrt.

 

St. Walburga in Antholz-Niedertal Foto: Johannes Arweck

Auf der Hinfahrt machte die Eichstätter Gruppe erste Rast in Mariathal bei Kramsach in Tirol. Hier feierten die Pilger einen feierlichen Gottesdienst in der Wallfahrtskirche. Über Brixen, wo der Dom mit seinem sehenswerten Kreuzgang besucht wurde, erreichten die Teilnehmer ihre Unterkunft in Lajen und konnten gleich am ersten Abend die Südtiroler Küche kennenlernen. Bei Speckknödeln, Schüttelbrot und einem Glas Wein stimmten sich alle auf die kommenden Tage ein.
Die Route führte am folgenden Tag ins Ultental nach St. Walburg. Der Ortspfarrer freute sich über den Besuch der Gruppe aus Eichstätt. Sonja Lang, die Vorsitzende des Pfarrgemeinderats, überreichte im Namen der Dompfarrei ein besonderes Geschenk: Ein Fläschchen mit dem bekannten Walburgis-Öl, das auch in Südtirol bekannt und hoch geschätzt wird. Am Nachmittag stand die Besichtigung der Trauttmansdorffer Gärten auf dem Programm – eine herrliche Gartenlandschaft mit Aussichtspunkten in die Südtiroler Berglandschaft.
Die Kirche St. Walburg in Antholz-Niedertal war ein weiteres Ziel. Dort zeigt das Gemälde am Hochaltar die heilige Walburga mit ihrem Äbtissinnenstab und einem großen Ölgefäß. Eine Einkehr im wohl weltweit einzigen „Café St. Walburg“ gehörte ebenfalls zum Programm wie eine Dolomiten-Rundfahrt durch das Gadertal. Durch die engen und kurvenreichen Straßen erreichte der Bus das Grödnerjoch. Die vielfältige Landschaft Südtirols mit ihren Bergen, liebevoll gepflegten Almen und unzähligen Apfel-, Wein- und sogar Erdbeerfeldern zog die Reisenden in ihren Bann. Deutsch sowie Ladinisch, eine alte romanische Sprache, wird in den Tälern gesprochen, in den Städten auch Italienisch. So wurde auch ein kurzer Besuch in Bozen zu einem Stadtbummel genutzt. Auf den längeren Strecken im Bus wurden alte Volkslieder angestimmt, etwa das bekannte Südtirol-Lied.
Beeindruckt waren die Eichstätter Besucher von der Herzlichkeit und Frömmigkeit der Südtiroler Christen. Oft nahmen auch Einheimische an den täglichen Gottesdiensten der Gruppe teil, die Msgr. Weiß und Domkaplan Arweck passend zu den jeweiligen Orten gestalteten. Sie freuten sich über die Verbindung, die durch die heilige Walburga über Ländergrenzen hinweg entstanden ist. Stolz war die Gruppe, dass auch zwei Ministranten der Dompfarrei teilnahmen.

In vielen Südtiroler Kirchen finden sich Darstellungen der Eichstätter Diözesanpatronin, so auch in der Pfarrkirche von Sand in Taufers und in Martell im Vinschgau. Vor dem Walburga-Altar in Renaissance-Stil in der Ortschaft Göflan hielten die Besucher aus Bayern eine kurze Andacht und erinnerten dabei an die Lebensgeschichte der heiligen Walburga. Diese hatte ihren Auftrag von Gott angenommen und war mutig von ihrer englischen Heimat aus aufgebrochen, um auf dem europäischen Festland den christlichen Glauben zu verkünden.
Nach einem Besuch im Kloster Neustift bei Brixen beschloss die Gruppe im Wallfahrtsort Maria Trens mit einem Gottesdienst die gemeinsame Reise. Viele waren sich einig: Südtirol sollte wieder einmal besucht werden.