Zum Inhalt springen
06.07.2021

40 Jahre Priester - Jubiläum von Dompfarrer Josef Blomenhofer

Foto: Thomas Dormeier

Die Feier seines 40-jährigen Priesterjubiläums während der Corona-Pandemie hatte sich Josef Blomenhofer viel stiller vorgestellt. „Es wird ein ganz normaler Gottesdienst sein“, sagte er noch vor wenigen Tagen seiner Schwester am Telefon. Doch spätestens als er am Sonntagmorgen vor seine Haustür trat, und dort zwei flankierende Birken mit zahlreichen weißen Gratulationsbändern antraf, dämmerte ihm, dass der Jubiläumsgottesdienst in der Schutzengelkirche ein Festgottesdienst werden wird.

Die nächste Überraschung erblickte der Jubilar, als er die Schutzengelkirche betrat. Dort war auf der rechten Seite vor dem Speisgitter in großen Lettern auf einer Leinwand sein Primizspruch zu lesen: „Ich, der Herr, bin dein Gott, der deine Rechte festhält, der zu dir spricht: Fürchte dich nicht, ich helfe dir!“ (Jesaja 41,13) „Dieser Spruch hat mich durch die 40 Jahre hindurch begleitet und gestärkt“, sagte er später beim Gottesdienst. Eine weitere Überraschung wartete auf Josef Blomenhofer vor dem Volksaltar: Ein Gesteck mit gelben und weißen Rosen bildete die Zahl 40. Gerührt zeigte sich der Dompfarrer darüber, dass das gesamte Aufgebot der Domministranten und der Ministranten von St. Walburg den Gottesdienst mitfeierte.

Gegen Ende der Jubiläumsmesse gratulierte die Pfarrgemeinderatsvorsitzende Sonja Lang dem Jubilar im Namen der Dompfarrei. „Wir sind froh und dankbar, dass Sie fast ein Viertel ihres priesterlichen Dienstes hier bei uns in der Dompfarrei verbracht haben“, sagte Lang. „Besonders freuen wir uns darüber, dass sie nicht, wie gestern im EICHSTÄTTER KURIER zu lesen war, Bäcker oder Konditor geworden sind, sondern unser Dompfarrer.“ Als Geschenk brachte sie dem Jubelpriester einen Korb mit zwölf Einladungsgutscheinen für ein Mittagessen oder ein Kaffeetrinken mit. Die kann Josef Blomenhofer über das Jahr verteilt bei Familien aus der Dompfarrei einlösen, jeden Monat einen.

Nach dem Gottesdienst, den Martin Bernreuther (Orgel), Clemens Heiß (Trompete) und Anna Bernreuther (Gesang) musikalisch gestalten, erzählte Dompfarrer Josef Blomenhofer den Ministrantinnen und Ministranten auf dem Leonrodplatz spontan eine Erinnerung aus seiner Kindheit. „Als ich zwölf Jahre alt war und mich für das Knabenseminar bewarb, sollte ich schriftlich begründen, warum ich in das Seminar aufgenommen werden wollte. Es wurde erwartet, dass ich schreibe: ,Ich möchte einmal Priester werden.‘ Dies war für mich aber ein zu großes Wort. Ich wusste ja nicht, ob ich wirklich einmal Priester werde. Da habe ich geschrieben: ,Ich will immer dem Altar ganz nahe sein!‘“ Dieses bescheidene Wort hat sich im Rückblick auf 40 Priesterjahre, in denen Josef Blomenhofer mehr als 14.600 heilige Messen gefeiert hat, wahrlich erfüllt.